Synology Basic Installation

Synology Basic Installation

Netzwerk IP-Adresse einrichten

Netzwerkadresse = IP-Adresse

Je nachdem, welche Synology Diskstation verwendet wird, stehen mindestens 1 oder 2 LAN (Local  Area Network) Anschlüsse zur Verfügung, die auch in unterschiedlichen Subnetzen angebunden werden können.

Das bedeutet, dass eine einzelne Synology mit zwei Netzwerkkabeln an zwei unterschiedliche Netzwerksegmente angeschlossen werden kann. Damit entsteht der Vorteil, bestimmte Ressourcen für die jeweiligen Netze nicht nur logisch, sondern tatsächlich physisch zu trennen:

Ein Beispiel aus der Praxis:

In der Firma verfügen wir über 2 eigenständige DSL-Anschlüsse und beide mit einem eigenen Subnetz konfiguriert. Damit die Benutzer aus dem LAN-1 nicht auf das LAN-2 zugreifen können, wurden hierbei auch 2 eigenständige, unabhängige DSL-Anschlüsse mit jeweils einem eigenen DSL-Router verwendet.

Das LAN-1 ist an einer Fritz.Box 7490 angebunden und ist darüber mit der Netzwerkadresse 192.168.178.0/24 konfiguriert

LAN-2 hingegen ist an einem D-Link-Router angebunden und hat keinen physischen Zugang zum LAN-1. Der Adressraum von LAN-2 ist 192.168.2.0/24

Demnach können Computer aus beiden Netzwerksegmenten auf die Synology zugreifen. Lediglich mit einer IP-Adresse, der aus Ihrem Segment (Fritz.Box oder D-Link) stammt.

DiskStation Netzwerk einrichten

Damit die eine DiskStation nun von beiden Netzwerken (Netzwerksegment) aus erreichbar ist, müssen jetzt die beiden Netzwerk-Anschlüsse der DiskStation nacheinander konfiguriert werden. Beginnen wir damit das wir ein Netzwerkkabel in den LAN1 Anschluss der Diskstation stecken und dieses mit dem Netzwerk verbinden, indem sich auch der Administrator-PC befindet.

Über die Systemsteuerung der DiskStation und dort unter Netzwerk lassen sich die Einstellungen für die einzelnen Anschlüsse konfigurieren:

Nach der Auswahl des Menüpunktes “Netzwerk” gelangen wir über “Netzwerk-Schnittstelle” in die Einstellungen der einzelnen Schnittstellen: (LAN 1/ LAN 2)

Hierbei stehen uns neben den beiden LAN-Schnittstellen auch noch eine PPoE sowie die IPv6 Tunneling Schnittstelle zur Verfügung. Die PPoE Schnittstelle dient zur direkten Einwahl in das Internet, wird aber von uns nicht benötigt, da wir die Internetverbindung über einen existierenden Router herstellen und dieser bereits die Anmeldung beim ISP (Internetanbieter) übernommen hat. Deshalb verwenden wir lediglich die LAN-Anschlüße.

  • Zuerst wird die aktive (wird mit dem blau markierten Icon dargestellt) konfiguriert.
  • Markieren wir die aktive Schnittstelle
  • Klicken wir auf bearbeiten
  • Auf der Registerkarte “IPv4″ ändern wir die Konfiguration in “Manuelle Konfiguration verwenden
  • Nutzen wir nun eine freie Adresse aus dem Netzwerkbereich 192.168.178.0 (in dem die NAS angebunden ist
  • Tragen wir die IP-Adresse 192.168.178..250 ein (oder eine andere freie IP-Adresse die sich nicht im DHCP-Bereich des Routers befindet)

Kleiner Exkurs zu

  • Loggen Sie sich in die Fritz!Box ein und schalten Sie die Ansicht (rechts oben die drei Punkte) auf “Erweiterte Ansicht”
  • Klicken Sie auf >Heimnetz >Netzwerk und dort auf >Netzwerkeinstellungen
  • Scrollen Sie herunter bis zum dem Schalter “IP-Adressen”
  • An dieser Stelle sehen wir den Adressbereich, den der DHCP-Server der Fritz!Box verwendet
  • Bestimmen Sie jetzt gedanklich eine IP-Adresse die außerhalb des angezeigten Bereiches in der Fritz!Box liegt.
  • Die Standardeinstellungen der Fritz!Box ist 192.168.178.20 bis 192.168.178.200. Die für die DiskStation verwendete IP-Adresse sollte sich außerhalb des DHCP-Bereiches befinden, damit es nicht zu einem IP-Adress-Konflikt kommen kann

  • Tragen Sie nun die zuvor gedanklich ermittelte freie IP-Adresse (192.168.178.250) in die LAN-Schnittstelle der DiskStation ein und belassen Sie den Wert für die Subnetzmaske auf 255.255.255.0.
  • Als Gateway nutzen Sie die IP-Adresse der Fritz!Box, das gleiche gilt für den DNS-Server.
  • Da wir zwei LAN-Schnittstellen nutzen werden, müssen wir eine als priorisierende Schnittstelle festlegen, was wir mit dem Schalter “Als Standard-Gateway festlegen” erreichen.
  • Der Schalter “Als Standard-Gateway festlegen” kann nur auf einer der beiden Schnittstellen werden und bestimmt damit über welchen der beiden Router (DSL-Anschluss) die Diskstation eine Verbindung in das Internet aufbaut.
  • Das ist wichtig zu wissen, da Sie in dem Router an späterer Stelle noch die Portweiterleitungen einrichten müssen um einen Zugriff aus dem Internet zu gewährleisten. Merken wir uns also das wir später die Forwarding-Regeln in der Fritz!Box definieren müssen, da wir dieses Netzwerk als die Standard-Schnittstelle (Standard-Geateway) definiert haben.

2. Netzwerkschnittstelle LAN2 einrichten

  • Verbinden Sie nun das zweite Netzwerkkabel mit dem noch freien LAN-Anschluss in der Diskstation und führen Sie die oben genannten Schritte erneut auf dieser Schnittstelle durch
  • Verwenden Sie hierbei allerdings eine freie IP-Adresse aus dem Netzwerksegment des zweiten Routers (in diesem beispiel der D-Link-Router)
  • Ermitteln Sie im Zweifel hier ebenfalls eine freie IP-Adresse, die sich außerhalb des DCHP-Bereiches des D-Link-Routers, befindet

Anmerkungen

Über die weiteren Einstellungen können Sie später definieren, welche Schnittstelle auf welches Volume Zugriff erhalten soll, ebenfalls können Sie auch einen “gemeinsamen Ordner” erstellen, auf dem beide Netzwerk-Schnitstellen Zugriff haben.

Wie das im einzelnen konfiguriert werden kann, erfahrt ihr im Aufbau Kurs;

Synology Training Verwaltung

oder auch in einem persönlichen Training bzw. Individuellen Coaching

 

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